BroadForward

Protokollvermittlung

Vermittlung zwischen Technologien

In den letzten Jahrzehnten wurden viele Signalisierungsprotokolle und -schnittstellen zu Mobilfunknetzwerken eingeführt, um spezielle Verbindungen, Funktionen und Merkmale vieler verschiedener Produkte und Anbieter bereitzustellen. Obwohl der Trend in der gesamten Branche zu Diameter-basierter Konnektivität geht, erfordert die Integration mit bestehenden Systemen in Betreibernetzwerken üblicherweise Interoperabilität mit Nicht-Diameter-Protokollen wie RADIUS, HTTP, SOAP, LDAP, ENUM, SS7 usw.

Bei den meisten Anbietern, Betreibern und Integratoren erfordert die Erstellung der entsprechenden Schnittstellen zu ihren Diameter-basierten Produkten meist teure Entwicklungsprojekte, die viel Zeit und Ressourcen binden.

Nachteile des herkömmlichen Aktualisierungsansatzes

Die Realisierung von Interoperabilität durch die Aktualisierung von Systemen oder durch die Integration neuer Protokollstacks erfordert häufig signifikante Änderungen an Produkten und verlangt Kompetenzen und Ressourcen, die in den meisten Unternehmen nur in sehr begrenztem Umfang vorhanden sind. Wenn diese Ressourcen an der Anpassung von Schnittstellen arbeiten müssen, sind sie ihren eigentlichen Aufgaben entzogen. Und das ist noch nicht alles. Bei den Schnittstellen, die bei solchen Projekten entstehen, ist die Flexibilität zur Unterstützung unterschiedlicher Anwendungen, Versionen und (anbieterspezifischer) Varianten im Allgemeinen eng begrenzt, was früher oder später zu weiterem Aufwand für Entwicklung und Anpassung führt.

Multiprotokollvermittlung

BFX von BroadForward bietet Anwendern einen flexiblen und integrierten Satz von Funktionen für die Konfiguration von Routing und Diensten über 3GPP-basierte Netzwerke (2G, 3G, LTE, IMS) und 3GPP-fremde Netzwerke (WLAN, Kabel, DSL, FTTH, Festnetz) hinweg, und zwar ohne Skripting und ohne Softwareentwicklung. Die integrierten Vermittlungsfunktionen von BFX ermöglichen Verbindungen zu und von nahezu beliebigen Netzwerken und IT-Schnittstellen. BFX ist mit sehr vielen Übersetzungs-, Konvertierungs- und Servicelogik-Funktionen für eine breite Palette von Protokollen ausgestattet, darunter Diameter, RADIUS, HTTP, SOAP, REST, XML, JSON, LDAP, SS7 (MAP/CAP/INAP), ENUM, TCP/IP, UDP und SCTP. Dank der modularen Architektur von BFX bietet es beispiellose Flexibilität für das Hinzufügen neuer/anderer Schnittstellen innerhalb kürzester Zeit.

Beispiele für Anwendungsfälle

Weil die benötigten Protokolle und Funktionen verfügbar und flexibel konfigurierbar sind, lassen sich bei (bestehenden) Systemen, die in LTE/Diameter-basierte Architekturen eingepasst werden müssen, hohe Anpassungskosten und Aktualisierungen vermeiden.
Im Folgenden nennen wir einige Beispiele für Vermittlungs-Anwendungsfälle, die von BroadForward unterstützt werden:

  • SS7 – Diameter: 3G-4G-Vermittlung für die Authentisierung in Roaming-Szenarios.
  • RADIUS – Diameter: Integration WLAN/Festnetz in Mobilnetz-Core für Richtlinien und Abrechnung (Verbindung von AAA/WAG/BRAS zu OCS und PCRF).
  • RADIUS – SS7: WLAN-zu-Mobilfunk-Authentisierung (Verwendung von AAA/WAG/BRAS zu HLR/HSS);
  • Netzwerk – IT-Integration: Für Datenbankinteraktion, Kundensuche, Roaming-Steering, Integration bestehender Abrechnung usw. (LDAP, SOAP, XML/HTTP, REST, …).
  • INAP – ENUM: Für Rufnummernportabilitätsabfragen, Routing, Mediation, Caching.

Vorteile

Die Verwendung von BFX für die Protokollvermittlung hat viele Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen mit Aktualisierungen und Entwicklungsarbeit:

  • Kürzere Markteinführungszeiten für neue, innovative Anwendungsfälle. Erweiterte Anwendungsfälle über Anbieter- und Technologiegrenzen hinweg.
  • Keine oder minimale Softwareentwicklung und Expertise erforderlich: Konnektivität lässt sich innerhalb von Stunden oder Tagen realisieren, statt in Wochen oder Monaten.
  • Kosteneinsparungen durch die Vermeidung teurer schnittstellenbezogener Change Requests für bestehende Produkte.
  • Verlängerte wirtschaftliche Nutzbarkeit von Systemen, weil BFX die benötigten Verbindungsfunktionen hinzufügt.
  • Unabhängige Lösung, reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Produktanbietern und deren F&E-Kapazität („Herstellerabhängigkeit“).
  • Integrierte Flexibilität für schnelle Anpassungen von Schnittstellen an spezielle Kundenumgebungen und zum Hinzufügen von Servicelogik, Mediation und anderen Schnittstellen und Funktionen.

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