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Die 5 besten Load Balancer für Online-Unternehmen

Für Unternehmen, die auf die Cloud setzen, sind hybride Strukturen zur neuen Norm geworden. Sie ermöglichen den Aufbau vollständiger End-to-End-Netzwerkinfrastrukturen vom Rechenzentrum bis in die Cloud. Obwohl Anwendungen immer häufiger in die Cloud verlagert werden, bleiben Investitionen in Rechenzentrums-Hardware für Unternehmen ein relevantes Thema.

Loadbalancing verschafft Unternehmen die Möglichkeiten zur kosteneffizienten Skalierung Ihres operativen Betriebes sowie die  Realisierung hoher Verfügbarkeit und herausragender Benutzererlebnisse. Es ist die solide Basis für den Aufbau flexibler Netzwerke, die auf wachsende Nachfrage reagieren können. Es verbessert Leistung und Security unterschiedlichster Arten von Datenverkehr, Services und Anwendungen.

Bei der Lastverteilung werden viele unterschiedliche Ansätze verfolgt, von DNS-Weiterleitung zum nächstgelegenen Server bis hin zur Verteilung von Lasten innerhalb von Rechenzentren oder über mehrere Rechenzentren hinweg. Auf Basis von Auslastung,  Round-Robin-Kriterien und/oder anhand spezifischer Application-Health-Parameter können Lastanfragen verteilt und Disaster Recovery-Szenarios unterstützt werden.

Von SME und Großunternehmen bis zu Serviceprovidern und Cloud-Betreibern hosten Unternehmen eine rasant wachsende Zahl erfolgsentscheidender Anwendungen, bei denen es auf Skalierbarkeit und Verfügbarkeit ankommt.

Wir haben fünf der besten Load Balancer ausgewählt, die 2019 interessant sind.

1. F5 Networks BIG-IP-Plattformen

Die Systeme von F5 gelten als Referenz und sind das Produkt der Wahl für viele der größten IT-Abteilungen rund um den Globus. Die angebotenen Load Balancer-Appliances verbessern Skalierbarkeit und Verfügbarkeit von Unternehmensinfrastrukturen einschließlich physischer, virtueller, Cloud- und Disaster Recovery-Ressourcen.

BIG-IP Global Traffic Manager (GTM) ist ein leistungsstarker DNS-Server mit globalen Lastverteilungsfunktionen. Mit Layer 3 GSLB-Methoden und Anwendungsmonitoring verteilt GTM Datenverkehr  zu geografisch unterschiedlichen Rechenzentren. Fällt eines der Rechenzentren aus, leitet GTM die Nutzerzum nächstgelegenen und performantesten Alternativ-Rechenzentrum.

BIG-IP Local Traffic Manager (LTM) unterstützt Layer-7-Lastverteilung zwischen Servern und überwacht dabei die Health- und Performance-Parameter der einzelnen Server in Echtzeit. F5 Load Balancer können die Verarbeitung von SSL-Zertifikaten übernehmen, um Webserver zu entlasten und diese spezifische Aufgabe mit dafür optimierter Hardware zu bearbeiten.

In der BIG-IP-Produktfamilie finden sich Lastverteilungslösungen für nahezu jedesBudget und Anwendungsbereich. Dies ermöglicht einfache Kostenvergleiche zwischen Load Balancern innerhalb der Produktreihe, aber auch in Relation zu den Produkten anderer Anbieter.

2. A10 Application Delivery & Load Balancer

Die A10 Thunder ADC-Produktreihe umfasst leistungsstarke Application Delivery Controller (ADC) der nächsten Generation, mit denen Kunden Anwendungen hochverfügbar, beschleunigt und sicher bereitstellen können.

Als vollständige Application Optimization-Lösung verarbeitet der A10 Thunder ADC (Application Delivery Controller) mit den leistungsstärksten Gerätender Branche simultan eine Vielzahl komplexer Funktionen. Dazu gehören auch leistungsstarke L4-7-Verfahren, um die Verfügbarkeit von Servern sicherzustellen, gefährdete Anwendungen zu schützen und die Auslieferung von Inhalten zu beschleunigen.

Thunder ADC bietet L4-7-Lastverteilung sowie mehrschichtige Sicherheit über Web- und DNS-App-Firewalls, Authentisierung mit Single Sign-on (SSO) und differenzierte Unterstützung für leistungsstarke Verschlüsselung, unter anderem mit High-Performance PFS/ECC.

Auf Basis der A10 Advanced Core Operating System-Plattform liefert Thunder ADC Anwendungsleistung und Security für Umgebungen bis 220 Gbit/s Durchsatz in einer einzelnen 1-HE-Appliance – oder 1,7 Tbit/s Durchsatz in einem Cluster – und ist in einer großen Zahl von Varianten verfügbar, darunter physisch, virtuell, Bare Metal Multi-Tenant und Cloud.

3. Citrix ADC (ehemals NetScaler ADC)

Citrix profitiert von seiner Plattform, weil der eigene Load Balancing ADC vollständig in Cisco´s Unified Fabric integriert werden kann. Kombiniert mit dem Cisco APIC (Application Policy Infrastructure Controller) ermöglicht er die Automatisierung von Netzwerkbereitstellung und -steuerung auf Basis von App-Anforderungen und Richtlinien für Rechenzentren und Unternehmensumgebungen.

Mit Advanced L4-L7-Server-Lastverteilung wird sichergestellt, dass Anwender jederzeit auf die richtigen Ressourcen zugreifen. Intelligentes Monitoring prüft dabei kontinuierlich den Status von Serverressourcen, um sicherzugehen, dass sie Anwendungen bei entsprechender Nachfrage auch ausliefern können.

Darüber hinaus können Unternehmen mit dem optionalen Global Server Load Balancing (GSLB) Anwendungen von unterschiedlichen geografischen Orten ausliefern und die Benutzer bei Ausfällen transparent an Backup-Rechenzentren weiterleiten.

ADC hat eine Software-orientierte Architektur, die Leistung und Skalierbarkeit liefert, ohne dabei von spezieller Hardware, Blades oder Gehäusesystemen abhängig zu sein.

4. Avi Vantage Software Load Balancer

Avi Networks ist ein Anbieter, der Infrastrukturen neu definieren will. Die Plattform des Unternehmens läuft auf x86-Servern, auf virtuellen Maschinen oder in Containern und bietet eine Vielzahl von Funktionen – alle im Dienste des Ziels, einen dynamischen Ressourcenpool aufzubauen und die Zuweisung von Ressourcen optimal zu automatisieren.

Bei einem der durchgespielten Testszenarios lieferte die Avi Networks-Software 1 Millionen SSL-Transaktionen pro Sekunde (TPS) für eine einzelne Webanwendung aus und skalierte die Services innerhalb von 10 Minuten von Null auf Spitzenlast sowie anschließend zurück auf Normalniveau.

Diese Ergebnisse scheinen das gängige Vorurteil zu widerlegen, Unternehmen müssten zur Bewältigung großer Transaktionsvolumina oder hoher Durchsätze hohe Summen in proprietäre Load Balancer Hardware investieren.

5. Radware Alteon Application Delivery Controller

Alteon ist der Application Delivery Controller (ADC) der nächsten Generation von Radware und ein Load Balancer, mit dem Anwendungs-SLAs abgesichert werden können. Er bietet lokale und globale Lastverteilungsfunktionen (End-to-End) für alle Web-, Cloud- und Mobil-Anwendungen.

Der Alteon Load Balancer kombiniert allerbeste Application Delivery-Kapazitäten, führende SSL-Leistung - mit der Unterstützung aller aktuellen Verschlüsselungsprotokolle - und leistungsstarke Services für Unternehmen mit dynamischen Herausforderungen beim Livecycle-Management, .

Es handelt sich um den branchenweit einzigen Application Delivery Controller, der von Grund auf dafür optimiert wurde, Anwendungs-SLAs abzusichern. Die Lastverteilungslösungen von Alteon umfassen:

  • FastView Web Performance Optimization (WPO)
  • Application Performance Monitoring (APM)
  • AppWall Web Application Firewall (WAF)
  • Authentication Gateway
  • Advanced Denial of Service (ADoS)
  • ITM/Bandbreitenmanagement
  • Maximale SSL- und Komprimierungsleistung

Radware bietet ein komplettes Network Appliances-Sortiment für unterschiedliche Lastverteilungsanforderungen. Die Radware-Geräte sind preisgünstig, skalierbar und intelligent. Intelligente Verfahren werden in modernen Rechenzentren immer wichtiger, Radware integriert hierzu eine Reihe von Technologien wie Health Monitoring and Detection, Stateful Persistency, Hochverfügbarkeit, Redundanz, Datenverkehrsweiterleitung, Global Load Balancing, DoS-Mitigation und signifikante Leistungsoptimierungen.

Zu den relevanten Funktionen von Radware-Geräten gehören einfache Updates und Upgrades, anwendungsbezogene Services und verbesserte Reaktionszeiten von Anwendungen dank Smart-Caching.

Trend: Von Load Balancern zu Application Delivery Controllern (ADCs)

Hardware-Load Balancer haben sich durch die Ergänzung mit Funktionen für Security, Service-Offloading verbunden mit unterbrechungsfreiem Zugriff auf Anwendungen zu Application Delivery Controllern (ADC) weiterentwickelt. Kernfunktion jedes ADC bleibt dennoch die Lastverteilung.

Unternehmen und Hoster setzen ADC-Geräte ein, um Datenverkehr so zu verteilen, dass Services mit Hochverfügbarkeit bereitgestellt werden. Mit Disaster Recovery-Szenarien wird versucht, Ausfälle durch Single-Points-of-Failure und Datenverkehrsengpässe zu vermeiden.

ADCs können außerdem helfen, Denial-of-Service-Attacken zu vermeiden. Sie gewähren berechtigtenNutzern unterbrechungsfreien Zugriff auf Services.

ADC Deployment categories

Derzeit gibt es drei Entwicklungskategorien:

  • Hardware-Appliances
  • Virtuelle Appliances
  • Cloud-native Load Balancer

Passend zum Trend der Verlagerung des Computings in die Cloud realisieren Software-ADCs ähnliche Services und Aufgaben wie Hardware-Appliances und überzeugen durch Zusatzfunktionen und Flexibilität. Zu den nutzbaren Services gehören SSL/TLS-Offload, Caching, Kompression, Intrusion Detection und Web Application Firewall. Die Auslieferungszeiten werden weiter verkürzt, die Flexibilität wird erhöht.

Statt einiger weniger Geräte für die Verarbeitung vieler Gigabit Datenverkehr werden nun Dutzende bis Hunderte kleinerer softwarebasierter ADCs eingesetzt. Ein zentrales Management dieser Instanzen ist somit zwingend erforderlich und der Schlüssel für die Gewährleistung hoherServiceverfügbarkeit durch rechtzeitige Erkennung von Engpässen.

Mit ADCs können Unternehmen ihre Anwendungen schnell und sicher nachfrageorientiert skalieren, sowohl in der Cloud als auch im eigenen Rechenzentrum. Bei durchdachtem Einsatz sind sie für Unternehmen aller Größenordungen ein hocheffektives Instrument zur Kosten- und Ablaufoptimierung.

22 Januar 2019

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